
Foto: Ghost-Bikes
Mountainbike Teams: Ghost Factory hat Feuertaufe bestanden
Beim Auftakt zum Mountainbike – Weltcup 2011 hat das Team um Lisi Osl und Katrin Leumann Top-Platzierungen eingefahren. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge trat die deutsche Mountainbike Damenmannschaft die Rückreise an. Anja Gradl im Pech…
Wer die sogenannten „Rock Gardens“ des Kurses beim Mountainbike - Weltcup mit „Steingärtlein“ übersetzt, leistet den Schwierigkeiten derselben einen Bärendienst. Denn die landläufig bekannten und lieblich bepflanzten, bisweilen pittoresken deutschen Gartenformen hatten mit den Schikanen, die die Streckenbauer dem neuen 5,2 km langen Kurs des ersten Mountainbike - Weltcuprennens der Saison hinzugefügt hatten, gar nichts gemein. Diese waren für das 56er Feld der Fahrerinnen alles andere als beschaulich. So zollte ihnen auch das Trio des GHOST Factory Racing Teams, das mit Lisi Osl, Katrin Leumann und Anja Gradl angetreten war, den höchsten Respekt.
Die Weltranglistenerste Lisi Osl, 2009 noch Siegerin der letzten Auflage von Pietermaritzburg, sprach von „Schwerstarbeit“ und war am Ende froh, im Starterfeld, das mit allen Superstars der internationalen Mountainbike – Szene besetzt war, unter die ersten zehn gefahren zu sein. Nach ihren ersten Siegen Anfang der Mountainbike – Saison 2011 merkte man ihr schon die Unzufriedenheit an, diesmal keinen Podestplatz erreicht zu haben. In den Anfangsrunden noch aussichtsreich auf den Plätzen 3-7 rangierend, war sie schlussendlich heilfroh, trotz einiger kleiner Absteiger, verletzungsfrei davon gekommen zu sein.
Pech für Leumann und Gradl
Mit Katrin Leumann meinte es das Schicksal nicht besonders gut. Am Start kam sie von der zweiten Reihe noch sehr gut weg. Nach den ersten Kurven an dritter Position liegend, unterschätzte sie jedoch eine weitere Kurve und stürzte. Bis sie wieder auf dem Mountainbike saß, fand sie sich auf Rang 50 wieder und musste eine rasante Aufholjagd starten " Mit den Rundenzeiten 17, 16 und 11 erkämpfte sie sich noch den 19. Schlussrang. "Ich bin von mir enttäuscht, denn die Form stimmt und die Beine waren gut, ich hatte viel Zug. Doch heute habe ich mich selbst abgeschossen und mir dadurch das Rennen versaut, “ sagte die Schweizer Mountainbike - Europameisterin bedrückt im Ziel.
Pechvogel des Tages war einmal mehr Mountainbike – Nachwuchsfahrerin Anja Gradl, die trotz nicht enden wollender Schmerzen, die ihre Rippenverletzung von den Stürzen der letzten Wochen vor Südafrika verursachte, die Zähne zusammen biss und mutig ins Rennen ging. Bereits in der zweiten Runde in eine Kollision verwickelt, fuhr die deutsche Mountainbike - Vizemeistern noch ein starkes Rennen und kämpfte um Platz 25 bis 30. Nachdem sie in der vorletzten Runde zum zweiten Mal unliebsam Bekanntschaft mit den Felsenblöcken gemacht hatte, musste sie aufgegeben und sich schmerzvoll eingestehen, dass ein erneuter Anlaufversuch der Gesundheit nicht zuträglich gewesen wäre. Auch das Resümee von Teammanager Tom Wickles zum Debut seines jungen Mountainbike - Teams beim ersten gemeinsamen Weltcup-Auftritt fiel positiv aus: „Wir haben die Feuertaufe bestanden. Trotz des Ausscheidens von Anja haben wir mit den Klasseleistungen von Lisi und Katrin bewiesen, eines der besten Frauenteams im Weltcup am Start zu haben“.
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