
Foto: Ghost-Bikes
Mountainbike Teams: Licht und Schatten bei GHOST
Licht und Schatten liegen bekanntlich eng beieinander. Auch und gerade im Mountainbike – Sport. Das mussten auch die Damen vom GHOST Factory Team einsehen. Nach einem nicht ganz so gelungenen Auftritt beim Mountainbike – Weltcup im Dalby Forrest hieß es nur noch: Abhacken und nach vorne blicken.
Es gehört zum Selbstverständnis des GHOST Factory Racing Teams, dass man nach nicht ganz so erfolgreichen Mountainbike - Rennen nicht nach Ausreden und schon gar nicht Entschuldigungen sucht. „Abhaken und nach vorne schauen,“ hieß es deshalb kurz vor dem Heimflug von Newcastle über Amsterdam nach München für Lisi Osl (Platz 16), Anja Gradl (Platz 34) und Katrin Leumann (Platz 44). Dabei hatte das Mountainbike – Wochenende beim Weltcup im Englischen Dalby Forest mit Katrin Leumanns dritten Platz im Short Race auf dem Pickering Market Place am Freitagabend so vielversprechend begonnen.
Noch am selben Vormittag war die Schweizer Mountainbike Europameisterin im Zweifel, ob sie starten, oder ihre Kräfte für das Cross Country Rennen am Sonntag sparen soll. Bekannt für ihre Spezialität, sich am Start blitzschnell in eine Pole-Position zu katapultieren, ist die 29jährige schon lange. Nun spielte sie gegen die angetretene Konkurrenz der weiblichen Mountainbike - Weltklasse ihre Fähigkeiten aus, erntete die Früchte ihres Mutes und ergatterte sich zum ersten Mal in dieser Saison einen Podestplatz.
Pech für den Rest der Mountainbike - Damen
Am Sonntag fühlten sich Katrin Leumanns Beine am Start so gut an, dass sie sich zutraute, „ heute in die Top Ten fahren zu können.“ Leider kam es ganz anders. Und so sagte sie: „ Diese Klatsche ist umso schmerzhafter, weil ich dem Team etwas zurückgeben wollte, besonders unseren Mechanikern und der Physiotherapeutin, die auch heute wieder alles erdenklich Gute für uns geleistet haben.“ Für Anja Gradl dürfte es am Sonntag auch nur ein kleiner Trost gewesen sein, dass die Nachwehen ihrer Unfallserie in Form von Rippenprellungen sie zumindest nicht am Beenden des Rennens im Feld der komplett angetretenen Mountainbike - Weltelite gehindert hatten.
Wie im letzten Jahr konnte sich Lisi Osl auch heuer nicht mit dem Mountainbike - Kurs im Dalby Forest anfreunden: „Natürlich bin ich nicht glücklich, aber was soll ich lange mit dem Schicksal hadern. Deshalb freue ich mich umso mehr auf Offenburg und dass ich dort wieder voll angreifen kann. Sich mit den besten Mountainbike – Stars der Welt messen zu können, ist immer etwas besonderes,“ meinte Lisi Osl gefasst nach dem Zieleinlauf. Voll konzentriert und mit mutigem Blick nach vorne freut sich das GHOST Factory Racing Team nun auf die am kommende Wochenende beim Mountainbike – Weltcup in Offenburg, an dem Mona Eiberweiser (U23) und die beste deutsche U19-Starterin, Johanna Techt das Team komplettieren werden.
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